Historie

Lage, Entstehung und Gliederung des Hauses

Im nördlichen Landkreis Karlsruhe auf halber Strecke zwischen Karlsruhe und Bruchsal gelegen, befindet sich die Gemeinde Linkenheim-Hochstetten in einer Region mit verstärkter Siedlungsentwicklung. Dazu trägt einerseits die Stadt Karlsruhe als nordbadisches Zentrum, andererseits die Nähe zum KIT (früher Forschungszentrum Karlsruhe) bei.

Durch Zuzug entwickelte sich die Gemeinde in den letzten zwei Jahrzehnten rasant und zählt heute ca. 12.000 Einwohner. Zahlreiche Freizeitmöglichkeiten vom nahen Baggersee mit den Rheinauen über Sportplätze bis hin zum Vogelpark stehen den Bürgern zur Verfügung. Die Infrastruktur ist mit den wichtigsten Fachgeschäften, Supermärkten, einer Bücherei, Ärzten und Apotheken gut ausgebaut. Am Ort befinden sich 7 Kindergärten sowie neben Grund- und Hauptschulen eine Förderschule und eine Werkrealschule.

Die Gemeinde ist über den Stadtbahnanschluss und die Bundesstrasse 36 hervorragend an das Zentrum Karlsruhe angebunden. Eine Stadtbahnhaltestelle befindet sich direkt vor der Haustür unseres Altenpflegeheims Stiftung Geschwister Nees, wodurch optimale Erreichbarkeit für Angehörige, Gäste und insbesondere für ältere Mitbürger gegeben ist.

Wie alles begann ….

schuetz

Die drei Stifterinnen, die Geschwister Hilda Nees, Ottilie Neth und Ida Zanger brachten nach der Stilllegung der familieneigenen Konservenfabrik im Jahre 1971 ihr ganzes Vermögen in eine Stiftung zur Finanzierung eines Altenheimes ein. Der spätere Bürgermeister und heutige Vorstandsvorsitzende Waldemar Schütz erkannte bereits damals die Notwendigkeit stationärer Versorgung der älteren Bürger in der stetig wachsenden Gemeinde und machte den Stifterwillen zum Anliegen der Gesamtgemeinde Linkenheim-Hochstetten.

Am 9.Oktober 1979, nach gründlicher Planung durch die Architekten Haushalter und Roth, war es soweit – die Baupläne wurden vom Landratsamt genehmigt und die Verhandlungen mit dem Land, dem Landkreis und der Gemeinde kamen gut voran. Zwei Grundstücke wurden ebenfalls durch die Stifterinnen zur Verfügung gestellt. Die Architekten hatten die Aufgabe zu lösen, den Baukörper im Norden an die Bebauung anzupassen und im Süden einen Übergang auf die damals noch unbebaute Landschaft herzustellen.

Bereits im März 1980 wurde mit den Rohbauarbeiten auf dem 7.500 m² großen Areal begonnen und schon am 27.Februar 1981 wurde Richtfest gefeiert. Runde zwei Jahre nach Baubeginn, genauer am 23.April 1982, war das Altenheim der Stiftung Geschwister Wilhelm Nees schließlich bezugsfertig.

Die Baukosten beliefen sich auf rund 9 Millionen DM, von denen die Stifterinnen 2,5 Millionen aus ihrem Vermögen einbrachten. Dafür entstand in zweijähriger Bauzeit eine attraktive Altenheimeinrichtung für die ältere Generation, die auf drei Geschossen zunächst 68 Bewohnern, nach späterem Umbau in den 90er Jahren zum Altenpflegeheim schließlich 74 Bewohnern Platz bot.

Im Jahre 1999 wurde der Umbau und die Modernisierung der Küche und des Speisesaals vorgenommen.

Um dem steigenden Bedarf und der Nachfrage nach Pflegeplätzen mit zeitgemäßer Ausstattung gerecht zu werden, befasste man sich von Vorstandseite ab 2004 intensiv mit den Plänen eines Erweiterungsbaus. Im Jahre 2005 wurde mit den Bauarbeiten an der westlichen Seite des Hauptgebäudes begonnen. Im Juni 2007 schließlich konnte der Erweiterungsbau mit zusätzlichen 36 modern gestalteten Einzelzimmern eingeweiht werden und in Betrieb gehen.

Leider konnten die Stifterinnen diesen Tag nicht mehr persönlich erleben – ihr Vermächtnis, fußend auf ihrem christlich geprägten Leitspruch, wächst jedoch auch künftig weiter und bleibt für die Mitarbeitenden in der Stiftung Geschwister Wilhelm Nees Wegweisung und Verpflichtung:

„Nicht nur für sich selbst leben, sondern sich für das Wohl der Mitmenschen einsetzen und entsprechend handeln.“